Accretion

Japanese Knotweed Paper Installation | 620 x 423 x 280 cm | 2026

Solo exhibition at Apartment der Kunst , Munich, Germany

n “Accretion” (the gradual accumulation of matter), the artist covers the exhibition space with handmade paper made from the fibers of Japanese knotweed. The paper extends from the walls down to the floor and no longer serves merely as a picture surface, but becomes a walk-in spatial field created through the layered accumulation of plant fibers.

The work explores the tension between the spread of plants across regions and human regulatory systems. Japanese knotweed was brought to Europe in the nineteenth century by the German physician and botanist Philipp Franz von Siebold, who introduced it as an ornamental garden plant. More than a century later, it has been reclassified as an invasive species requiring management and control. This change in status not only reflects the plant’s own spread but also demonstrates how humans, through classification and regulation, continue to shape the way we perceive and interact not only with plants but also, for example, with other people in our environment.

Using traditional papermaking techniques, the artist processes and reconstructs knotweed fibers, thereby transforming the plant’s original form. As the paper spreads throughout the exhibition space, the fibers gradually penetrate the room’s surface, seeking to challenge established perceptions of plants considered invasive.

Through this material translation, the work enables a new way of viewing and perceiving a plant that has long been subject to regulations, precautions, and fixed definitions. As part of the artist’s ongoing plant-related research and practice in Taiwan, the UK, and Germany, the work further explores the shifting relationships between culture, ecology, and systems of governance.


In „Accretion“ (schrittweise Anlagerung von Materie ) bedeckt der Künstler das Apartment mit handgeschöpftem Papier aus den Fasern des Japanischen Staudenknöterichs. Das Papier zieht sich von den Wänden bis auf den Boden und dient nicht mehr nur als Bildträger, sondern wird zu einem begehbaren Raumfeld, entstanden aus der schichtweisen Akkumulation pflanzlicher Fasern.

Das Arbeit beschäftigt sich mit der Spannung zwischen der Ausbreitung von Pflanzen über Regionen hinweg und menschlichen Regulierungssystemen. Der Japanische Staudenknöterich wurde im 19. Jahrhundert erstmals als Zierpflanze nach Europa eingeführt; in den letzten Jahren wurde er aufgrund seiner raschen Ausbreitung als invasive Art neu definiert, die einer Bewirtschaftung und Bekämpfung bedarf. Dieser Statuswechsel spiegelt nicht nur die Ausbreitung der Pflanze selbst wider, sondern zeigt auch, wie Menschen durch Klassifizierung und Regulierung weiterhin die Art und Weise prägen, wie wir nicht nur Pflanzen sondern auch z.B. andere Menschen in unserer Umgebung wahrnehmen und mit ihnen umgehen.

Unter Verwendung traditioneller Papierherstellungstechniken verarbeitet und rekonstruiert die Künstlerin Knöterichfasern und transformiert so die ursprüngliche Form der Pflanze. Während sich das Papier im Ausstellungsraum ausbreitet, dringen die Fasern allmählich in die Oberfläche des Raumes vor und versuchen, etablierte Wahrnehmungen von Pflanzen, die als invasiv gelten, ins Wanken zu bringen.

Durch die materielle Übersetzung ermöglicht das Werk eine neue Betrachtung und Wahrnehmung einer Pflanze, die seit langem Regulierungen, Vorsichtsmaßnahmen und festgelegten Definitionen unterliegt. Als Fortsetzung der fortlaufenden pflanzenbezogenen Forschung und Praxis der Künstlerin in Taiwan, Großbritannien und Deutschland untersucht es weiterhin die sich wandelnden Beziehungen zwischen Kultur, Ökologie und Regierungssystemen.